Mangelhafte Ladungssicherung ist eine der häufigsten Unfallursachen und das dritthäufigste Vormerkdelikt im Straßenverkehr.

Bei wiederholtem Vergehen drohen Führerscheinentzug und hohe Geldstrafen.

Damit Sie Strafen und Unfälle vermeiden können, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammengefasst:
 

Formschluss

Die effektivste Art der Ladungssicherung stellt der Formschluss dar.

Rohre, Koffer, Gasflaschen und dergleichen können mit eigens dafür bestimmten Vorrichtungen wie Wannen, Kofferfixierungen oder Zurrschienen rasch und sicher verstaut werden.

Schwerere Gegenstände sichern Sie möglichst gegen eine stabile Wand oder eine feste Einrichtung.

Um Rutschen oder Umfallen zu verhindern, sichern Sie Ihr Transportgut mit Zurrgurten oder anderen Ladungssicherungsmitteln.

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihr Fahrzeug zur Fixierung Ihres Ladegutes bietet.
 

Kippen

Besonders Flüssigkeiten in Behältern verstärken die Neigung zum Kippen. Platzieren Sie diese deshalb formschlüssig an eine Fahrzeugwand oder eine stabilen Vorrichtung. Sichern Sie sie mit Zurrmitteln oberhalb des Schwerpunktes nach hinten und zur Seite. Sollten in passender Höhe keine Zurrmöglichkeiten vorhanden sein, müssen Sie zusätzliche Zurrmittel diagonal anlegen.

Baustoffplatten, Türen oder Zangen können auch stehend materialschonend transportiert werden. Stellen Sie diese gegen eine feste Wand oder Spannstangen und blockieren Sie sie von der anderen Seite mit weiteren Spannstangen. Gegen das Verrutschen nach hinten verwenden Sie Zurrgurte.

Formschlüssige Sicherung empfiehlt sich hier besonders für empfindliches Ladegut, weil zusätzliche Zurrgurte nur handfest gespannt werden müssen.
 

Zurrmittel

Instabile Ladegüter, speziell Motorräder, müssen mit geeigneten Sicherungsmitteln im Fahrzeug gesichert werden. Stellen Sie das Motorrad so in das Fahrzeug, dass es nach vorne an der Stirnwand oder einer fixen Einrichtung ansteht. Eingerissene, verdrehte oder anders beschädigte Zurrmittel dürfen zur Ladungssicherung nicht herangezogen werden.

Legen Sie die Zurrmittel niemals ohne Schutz über scharfe oder raue Flächen.
Spannen Sie das Motorrad mit je zwei Gurten vorne und hinten ab. Klappen Sie danach den Ständer hoch, um Beschädigungen zu vermeiden. Spannen Sie die Gurte so fest, dass das Motorrad eingefedert ist.
 
Prüfen Sie nach einer kurzen Strecke die Zurrmittel und spannen Sie diese gegebenfalls nach.
 

Lastverteilung

Beachten Sie, dass der Schwerpunkt der Ladung in Längs- und Querrichtung des Fahrzeugs möglichst zentral und so tief wie möglich liegt. Dadurch verhindern Sie eine Überschreitung der Achslasten und der Stützlast der Anhängerkupplung Ihres Fahrzeuges.
 
Wenn Sie Ihr Ladegut mitten im Fahrzeug platzieren müssen, um die optimale Lastenverteilung zu erreichen, verwenden Sie aufgestellte Leerpaletten oder Spannstangen, um einen Formschluss für die Ladungssicherung herzustellen.